Unsere Gräben
Die Befestigungen Überlingens sind einmalig im ganzen Bodenseegebiet, obwohl von den 15 Türmen und 11 Toren, mit denen sie bis zum 19.Jahrhundert bestückt waren, nur ein Bruchteil übrig geblieben ist. In den verschiedenen Eiszeiten, die vor ca. 11.000 Jahren zuende gingen, entstanden durch die erodierende Wirkung von Schmelzwasser und mitgeführtem Kies Schluchten wie der Spetzgarter- und Hödinger Tobel und auch die Gräben der späteren Stadt Überlingen. Im Mittelalter gab es durch die Befestigung ein seltenes Zusammenspiel von Natur und Menschenwerk. Der innere Ring erhielt im 13. Jahrhundert seine endgültige Gestalt. Der äußere Ring im Westen und Norden, der die Ausdehnung des Stadtgebiets verdoppelte, wurde erst während des Dreissigjährigen Krieges vollendet. Wie erfolgreich die Befestigungen waren, zeigt, dass die schwedische Armee, welche Überlingen belagerte, die Stadt nicht einnehmen konnte. Neben dem eindrucksvollen Zeugnis, das die Gräben für unsere reichsstädtische Vergangenheit ablegen, sind sie zu einem innerstädtischen Grünzug von hoher ökologischer und touristischer Bedeutung und zu einem Naherholungsgebiet mit Erlebniswert geworden. Mit ihrem ganz eigenen Klima tragen sie in hohem Maße zum Frischluftaustausch bei. Dies ist für jeden spürbar, der im Sommer die angenehm kühle Luft genießt oder der im Winter die eindrucksvollen Eiszapfen bewundert. Schäden an Überlingens Stadtbefestigungen In den letzten Jahren zeigten sich erhebliche Schäden sowohl am Mauerwerk als auch am Molassefelsen. Gerade eines der imposantesten Stücke der Befestigungsreste - der schluchtartige, in natürliche Felsen eingebetteten Graben vom Stadtgarteneingang bis zum Aufkircher Tor - war am Anfang und am Ende beschädigt. Die Stadtmauer zwischen Quellturm und Gallerturm wurde 2005 restauriert. Gegenüber, im Bereich des Eingangs zum Felsenkeller, können die überhängenden, immer mürber werdenden Molassefelsen gefährlich werden. Unterhalb des Aufkircher Tores war die Umgebung des Durchgangs zum Blatterngraben einsturzgefährdet. Auch hier waren kostspielige Arbeiten dringend erforderlich, wie das Foto mit dem Holzstützen- Gerüst deutlich zeigt. Diese Sicherungsmaßnahmen wurden 2006 ebenfalls abgeschlossen.                                                                                       Als nächste Maßnahme ist die Instandsetzung der Mauer beim Parkhaus Stadtmitte geplant und danach die Mauer zwischen Rosenobelturm und Gradebergstraße. Die Sanierung der Stadtmauern wird ein permanentes Projekt sein, um sie vor dem Zerfall zu schützen. Vom Bürgersinn wurden in den Jahren 2004-2006 umfangreiche Aktionen zur Stadtmauersanierung durchgeführt!
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Bürgersinn e.V.  Überlingen
An bedeutenden Fragen für die Zukunft Überlingens mitzuwirken, ist wichtiger denn je
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